Die Welt des Flexodrucks ist besonders empfindlich gegenüber der Luftqualität. Die Dämpfe von Farben und Lösungsmitteln, die thermische Belastung und die Feuchtigkeitspeaks beeinflussen nicht nur den Komfort der Mitarbeiter, sondern auch die Betriebssicherheit der Geräte und die Produktionsqualität. In der Druckerei der Poli-Union Zrt. in Szeged wurde daher ein modernes Belüftungs- und Klimasystem mit zwei, Blauberg-Wärmerückgewinnungs-Luftbehandlern realisiert: BlauAIR BL15 (≈10 000 m³/h) und BlauAIR BL45 (≈48 000 m³/h). Der leistungsstärkere BL45 sorgt auch in Spitzenzeiten – wenn mehrere Druckmaschinen gleichzeitig laufen – für einen stabilen Luftaustausch und ein gleichmäßiges Strömungsbild, während der BL15 für die Bedienung kleinerer Zonen, Vorbereitungsräume und Begleitfunktionen optimiert ist. Das an die Kühlung angeschlossene System schafft somit gleichzeitig ein komfortables und und betriebssicheres Umfeld.
Warum ist die Drucklufttechnik kritisch?
In der Druckumgebung dominieren drei Faktoren die Planung der Lufttechnik: die Wärme, 13. die komfortabelste und zukunftssicherste Richtung. Dämpfe/Gerüche 18. zugluftfreies Einblasen die Anwesenheit von festen oder flüssigen Aerosolen (Öl- und Farbnebel). Diese Faktoren beeinflussen zusammen mit dem Komfort der Mitarbeiter auch die Zuverlässigkeit der Geräte, die reproduzierbare Farbstabilität und die Ausschussquote. Wenn die thermische Belastung nicht kontrolliert wird, schwankt die Viskosität und das Trocknungsprofil; wenn Gerüche und Dämpfe aus der technologischen Zone „entweichen”, stellt der Geruchsnachweis im Gästebereich oder Lager ein reputationsbezogenes Risiko dar. Wärmerückgewinnung (HRV) und angesichts der heutigen Energiekosten ist es kein Luxus: es bietet ein ausgewogenes Klima und messbare Betriebskostenersparnisse.
Der Schlüssel in diesem Projekt war, dass der große Druckraum kontinuierlichen, gleichmäßigen Luftaustausch erhält, zusammen mit lokalen Abluft- und Zuluftsystemen, alles zugluftfrei und und bei niedrigem Geräuschpegel.. Die „leise abgestimmte” Aerodynamik von Blauberg (optimiertes Laufrad, laminarisierte Luftwege, moderne Wärmetauschergeometrie) spielte dabei eine große Rolle: bei gleichem Luftvolumen sind geringere Druckverluste erreichbar, was zu niedrigeren Drehzahlen und weniger Geräusch im Raum führt.
Drei Faktoren, die den Druckkomfort bestimmen
- Wärmebelastung: die von den Maschinen erzeugte Wärme kann ein instabiles Klima verursachen
- Dämpfe und Gerüche: Emissionen von Farben und Lösungsmitteln stellen ein reputations- und gesundheitsbezogenes Risiko dar
- Aerosole: Ablagerungen von Öl und Farbnebel auf Maschinen und in Kanälen
Die gemeinsame Behandlung dieser Faktoren ist nur mit gut geplanten, auf Wärmerückgewinnung basierenden industriellen Lufttechniken möglich.
Die Lösung: BlauAIR BL15 + BL45 – Kapazität und Reserve
Mit den zwei unterschiedlich großen Luftbehandlungsgeräten kann die Druckerei zoniert werden: im großen Hallenbereich liefert der BL45 das „Rückgrat”, in den kleineren Räumen sorgt der BL15 für die gezielte Versorgung. Kapazitätsreserve bedeutet in der Praxis, dass es auch zu Spitzenzeiten keine „dichte Luft” oder warme Blase gibt, und im Stillstand bedarfsgesteuert zurücknimmt (EC-Ventilatoren mit Drehzahlregelung). Die beiden Geräte arbeiten koordiniert mit dem Kühlkreis: die frische Luft temperiert, gelangt gleichmäßig hinein, sodass es im Arbeitsbereich keine Kälte- oder Wärmefront gibt.
Der HRV-Kern ist in der kalten und warmen Saison besonders auffällig: die Vorwärmung der winterlichen frischen Luft und die Vorabkühlung erfolgt durch Wärmeaustausch, sodass der kühlende/heizende technische Teil weniger belastet wird. Die sinkende Spitzenlast und der gleichmäßigere Teillastbetrieb bringen Energie- und Geräuschgewinne gleichzeitig.
Sicherheit und Hygiene: Fettvorbehandlung, Kondensat- und Filterstrategie
Im Flexo-Betrieb ist die Lufttechnik der „Sicherheitsgurt” die richtige Filterung und Vorbehandlung. Es ist ratsam, sowohl für die Ansaug- als auch für die Abluftseite eine Filter- und Kondensatbehandlungsstrategie zu planen, die den Wärmetauscher schützt und Ablagerungen in den Kanälen verhindert. Bei der Umsetzung war Folgendes wichtig:
- Filterstufen: Vorfilterung für größere Partikel, feinere Stufe zum Schutz des Wärmetauschers – beide mit schneller, werkzeugloser Austausch.
- Kondensatbehandlung: geplante Neigungen, Sammlung und Ableitung, damit weder Tropfenbildung noch Korrosion auftreten.
Diese Schritte sind nicht nur hygienisch, sondern akustisch sind auch aus Sicht wertvoll: Der Druckabfall ist bei einem sauberen Filter geringer, der Ventilator läuft mit niedrigerer Drehzahl , das System bleibt leiser. Die Reinigungsfähigkeit wird durch die Konstruktion gewährleistet – zugängliche Reinigungsöffnungen, glatte Wandrohre, große Radien.
Strömungsbild und Komfort: zugluftfreier Einlass, gleichmäßige Vermischung
Das Hauptproblem großer Luftvolumenräume ist die ungleichmäßige Verteilung. Wenn der Einlass zu schnell oder aus einem schlechten Winkel erfolgt, frieren die Mitarbeiter an den Rändern, in der Mitte ist es warm, und das Zuggefühl tritt auf. Im aktuellen Projekt haben wir auf der Einlassseite mit Plenumsboxen und auf eine niedrige Austrittsgeschwindigkeit mit abgestimmten Gittern optimiert: Die Luft verteilt sich „teppichartig” und vermischt sich schnell. Die Absaugung arbeitet dort, wo die Verschmutzung entsteht – so konzentriert sie lokal und entlastet sie global.
Auf der Komfortseite waren neben der Ruhe die Geruchsneutralität 18. zugluftfreies Einblasen und das stabile Temperaturprofil die beiden größten Gewinne. Laut Rückmeldungen der Mitarbeiter ist der Raum „leichter” und geruchneutral, auch bei langen Schichten mit „haltbarem” Klima.
Regelungstechnik und Überwachung: bedarfsorientierte Betriebsicherheit
Die Seele des Systems ist die präsenz-/temperatur-/CO₂-basierte Regelung. Die Drehzahl der Ventilatoren passt sich dem Takt der Maschinen an und skaliert fein, es gibt keine „Hochlauf–Stillstand” Zyklen. Die Fehlermeldungen (Filterdruckdifferenz, Ventilatoranomalie, Kondensatstand) laufen in das Überwachungssystem ein, sodass der Betrieb proaktivist: bevor der Komfort sinkt, weiß der Wartungstechniker bereits, was zu tun ist.
Diese Denkweise – die datenbasierte Betriebsweise – senkt langfristig auch die Kosten. Die an die tatsächliche Belastung angepassten Luftmengen benötigen weniger elektrische Energie, verlängern die Lebensdauer der Filter und beweglichen Teile und halten einen stabilen Geräuschpegel aufrecht.
Filtration und Kondensatbehandlung in industrieller Umgebung
In einem Flexodruckbetrieb ist der Schutz des Wärmetauschers und des Kanalsystems von großer Bedeutung. Die richtige Vorfiltration und Kondensatbehandlung.
- mehrstufige Filtration gegen Ablagerungen
- geplante Kondensatableitung ohne Korrosion
- geringerer Druckverlust, leiserer Betrieb
Ergebnisse in der Praxis
Nach der Übergabe des Projekts gruppierten sich die wichtigsten Rückmeldungen um drei Punkte. Einerseits die konsistente Qualität: Aufgrund der Stabilität des Klimas gibt es weniger Parameter-Schwankungen in der Technologie. Andererseits der Mitarbeiterkomfort: ruhigere Räume, besseres Wohlbefinden, geringeres Müdigkeitsgefühl am Ende der Schicht. Drittens die Betriebssicherheit: Durch Überwachung und Alarme ist die Wartung planbarer, es gibt weniger unerwartete Stillstände.
Für die Poli-Union Zrt. ist es auch wertvoll, dass das System in Zukunft erweiterbar und feinjustierbar ist – wenn sich der Maschinenpark ändert, können die Strömungsbilder und die Luftmengen angepasst werden, die Zonen können unabhängig optimiert werden.
Was kann ein Industrieunternehmen daraus lernen?
Ob Druckerei, Lebensmittelproduktionshalle oder Montagewerk, die Lehren sind verallgemeinerbar. Die Reihenfolge zum Erfolg:
- Abtrennung und Vorbehandlung an der Quelle – Schutz des Kanals und des Wärmetauschers, reinigungsfreundliches Design.
- Zugluftfreies, großflächiges Einblasen – niedrige Austrittsgeschwindigkeit, gute Durchmischung.
- Bedarfsorientierte, datenbasierte Regelung – bei Teillast Ruhe, in Spitzenzeiten Reserve.
Diese drei Säulen ergeben zusammen 9. bieten auch Komfort – geringeres Zuggefühl, bessere Durchmischung, gleichmäßigere Temperatur., Energieeffizienz und Sicherheit.
Was kann daraus ein anderes Industrieunternehmen lernen
- Absaugung und Vorbehandlung am Standort
- große Flächen, langsame Einspeisung ohne Zugluft
- bedarfsorientierte Regelung mit Betriebssicherheit
Diese Denkweise funktioniert nicht nur in Druckereien,.
Verwandte Lösungen und nächste Schritte
Wenn du in einem Industrieumfeld eine wärmerückgewinnende Belüftung planst, ist es sinnvoll über ein zonierbares Konzept nachzudenken: die großen Lufträume an ein Hauptnetz anzuschließen, gezielte Einspeisung über den Arbeitsplätzen zu schaffen und am Entstehungsort der Verschmutzung abzusaugen. Die bedarfsorientierte Steuerung (CO₂/Temperatur/Präsenz) sorgt dafür, dass das System nur dann und dort läuft, wo es gerechtfertigt ist. Diese Denkweise wird von immer mehr Betrieben bei Renovierungen untersucht, insbesondere wenn sie gleichzeitig Energieeinsparungen und Komfortverbesserungen wünschen.
Der Fall der Poli-Union Zrt. in Szeged zeigt gut, dass industrieller Komfort und Sicherheit keine ausschließenden Faktoren sind, wenn die Belüftung auf Wärmerückgewinnung und bedarfsorientierter Aerodynamik basiert. Die BlauAIR BL15 und BL45 Luftbehandler bieten ein gleichmäßiges Klima, stabile Luftwechsel und günstigen Betrieb – angepasst an die Anforderungen der Drucktechnologie. Das Rezept ist verständlich: am Standort vorbehandeln, großflächig, langsam einspeisen, datengestützt regeln. Das Endergebnis: sauberere Luft, leisere Räume und berechenbarerer Betrieb.
Möchtest du eine ähnliche, leise und energieeffiziente industrielle Belüftung? Nimm Kontakt mit uns auf und fordere eine Vor-Ort-Besichtigung + ein vorläufiges technisches Konzept an: vents.hu/kontakt. Basierend auf deinen Anforderungen geben wir Vorschläge zu Kapazität, Wärmetauschertyp, Filter- und Schallschutzstrategien sowie zur Steuerung – damit die Belüftung im Hintergrund bleibt und die Produktion im Vordergrund steht.